Partysafari

Unzählbar viele Seifenblasen, mindestens das Dreifache an Chakalaka-Nudeln, Sonnenuntergänge auf dem Autodach, durchnässte Rücken durch die Hitze, jeden Tag in einen anderen Pool springen, unter dem sagenhaften Sternenhimmel liegen, Sternschnuppen beobachten und dabei einschlafen, einen wunderbaren Geburtstag mit Prinzessinnen- und Piratenhütchen feiern, Sektgetüdel morgens ab 7:30 Uhr und einen Vogel, der einem Mitten ins Gesicht kackt. Unser Wochenende im Etosha-Nationalpark hätte nicht schöner sein können.Ausgestattet mit einer Campingausrüstung, einem Sack Nudeln, Avocados, Peanutbutter, Marmelade, Äpfeln, Bananen, Oreokeksen und Chips ging die abenteuerliche Fahrt auf den namibischen Straßen los. Mit runtergekurbelten Fenstern und lauter Musik kamen wir nach ungefähr sechs Stunden Rekordzeit an unserem ersten Campingplatz an. Der orange-rote Sonnenuntergang der uns zwischenzeitlich begrüßte, war quasi das i-Tüpfelchen der ganzen Fahrt und wurde feierlich mit Seifenblasen und noch mehr Musik untermalt. Nachdem auf unserem ersten Zeltplatz die zwei überdimensional großen Zelte endlich komplett aufgebaut waren, musste natürlich noch der Pool eingeweiht werden. Egal wie spät, egal wie kalt, egal dass erst noch ein kleiner Skorpion herausgefischt werden musste. Nach einer heißen Dusche, scharfen Chakalaka-Nudeln vom Gaskocher und einem kleinen Lagerfeuer ging es danach für alle relativ schnell auf die unbequeme Isomatte und in den dafür bequemsten Schlafsack der Welt.

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Der nächste Tag wurde zu einer unmenschlich frühen Uhrzeit mit vielen Erdnussbutter-Bananen-Broten eingeläutet und startete auch kurz darauf mit der selbst gewählten Pirschfahrt. Fahren, fahren, fahren. (Beziehungsweise mitfahren, mitfahren, mitfahren für unsichere Fahrer ohne internationalen Führerschein wie mich.) Aber den ganzen Tag im Auto sitzen und Tierchen zu suchen, hat sich definitiv gelohnt. Antilopen, Sträuße, Büffel, Zebras, Giraffen, Löwen, Elefanten und von weiter Entfernung ein Tier das ein Leopard oder Gepard hätte sein können. Und am Wasserloch unseres zweiten Zeltplatzes konnten wir am Abend sogar noch ein Nashorn und Hyänen beobachten. Und wie das meistens bei den beeindruckendsten Momenten so ist, macht dann logischerweise der Kameraakku schlapp und einen Stromanschluss in unmittelbarer Nähe ist natürlich nicht vorhanden. Daher kann ich den darauffolgenden Sonntag nur in wahrheitsgemäßen und detailgetreuen Metaphern erzählen und muss auf das Zurückgreifen belegender Bilder verzichten. (Aber wir befinden uns im 21. Jahrhundert, natürlich gibt es auf anderen elektronischen Geräten mit einer Sicherheit von 99,9 Prozent ein paar Beweisfotos.)

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Es ist also Sonntag. Aber nicht irgendein Sonntag, sondern Susas Geburtstagssonntag. Und ein Susa-Geburtstagssonntag muss feierlich mit Partyhütchen, Seifenblasen und Sekt gemischt mit „Breakfast Punch“ gestartet werden. Das heißt: Man ist relativ früh, auch relativ angetrunken. Und dann erscheint es noch faszinierender, wenn dir ein Vogel während dem Sprechen die Backe mit Kacke noch während des Fluges sprenkelt. Und da es nicht ganz so einfach ist, von fliegender Vogelkacke einen schnittigen Übergang zum Rest des Tages zu finden, ist das Ende dieses wunderbaren Wochenendes auch ziemlich schnell erzählt: Fahren, fahren, fahren. Tierchen bewundern und wieder zurück in Windhoek anommen.

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